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Ein spontaner Autokauf

Wir genießen jetzt gerade Neuseeland. Uns fällt auf, dass die Polarität in diesem Land besonders groß ist: üppige Urwälder zwischen kahlgeschlagenen Hängen. Extreme Achtsamkeit der Natur gegenüber, die ein Schuhe desinfizieren vor dem Betreten des Waldes erfordern wechseln sich ab mit kleinen Flugzeugen, die Chemie über ganze Landstriche verteilen. Die Stimmung ist gelassen, die Menschen sind sehr freundlich und offen. Unterm Strich jedoch, ist Neuseeland definiv ein Platz, um gemütlich zu leben. Einzig die öffentlichen Transportmittel sind mager ausgebaut.

Um Silvester sind wir mit Freunden zwei Wochen mit einem Campervan rund um die Südinsel unterwegs. Beruhigt sehen wir immer wieder Autos am Straßenrand, die günstig verkauft werden. Alte Schüsseln für billiges Geld. Wir haben uns noch keine Gedanken gemacht, wie wir nach unserer Tour weiterkommen wollen, aber wir vertrauen darauf, dass das Richtige kommen wird.

Gemütlich fahren wir im Norden der Südinsel von Takaka über Takaka Hill in Richtung Nelson. Die heutige Übernachtung ist in dieser Stadt geplant.

Wir fahren die Küstenstraße entlang, die uns direkt zu unserem Campingplatz führt. Auch dieser Ort ist geziert mit unzähligen Kreisverkehren. Der Verkehr ist überschaubar und so kann auch der Fahrer hin und wieder einen Blick in die schöne Umgebung wagen. Unerwartet steht auf der linken Seite auf einem Parkplatz alleine und verlassen ein Auto zu verkaufen. Ein schwarzer Mercedes-Benz E-Klasse, Baujahr 2004, zu einem unglaublich guten Preis. Wir sind uns nicht sicher, ob wir richtig gesehen haben. Wir schauen einander an und die Entscheidung ist klar: beim nächsten Kreisverkehr wird gewendet und wir werfen einen näheren Blick auf das Auto.

Von außen sind keine Mängel erkennbar. Innen sieht auch alles gepflegt aus. Warum wird das Auto so günstig verkauft? Ich will mir die Nummer aufschreiben, doch die Spontanität (Marie) sagt “sofort anrufen”. Gesagt, getan, kommt fünf Minuten später der Besitzer mit seinem Skateboard zu uns gerollt und übergibt uns den Schlüssel zur Probefahrt. Er verlangt keinen Namen von uns und lässt uns einfach davonfahren – das nenne ich Gelassenheit. Mit einem Grinsen im Gesicht genießen wir die kurze Fahrt in der Limousine. In gutem Zustand und angenehm zu fahren, um damit die ganze Welt zu erkunden. Wir verstehen jedoch noch immer nicht, warum das Auto für einen Mercedes so günstig ist? Von dem jungen Verkäufer erfahren wir, dass er vor kurzem Papa geworden ist und sich nun so schnell wie möglich anderes Auto kaufen will.

Nach einer Stunde Bedenkzeit ist die Entscheidung klar: wir kaufen das Auto. Der Ankaufstest am nächsten Tag ist positiv, die Geldübergabe kurz darauf abgeschlossen. Die Anmeldung wird auf der Post gemacht und kostet immerhin fünf Euro. Versicherung ist nicht verpflichtend, aber sinnvoll – Kostenpunkt neun Euro pro Monat für Haftpflicht.

Da stehen wir nun, gestern noch planlos, und heute mit einem Auto. Unverhofft kommt wirklich oft. Doch jetzt kommt das schönste. Das Auto ist groß genug, dass wir uns versprochen haben, immer Autostopper mitzunehmen. Reisende wie wir haben immer viel zu erzählen und für die Zeit, in der wir sie mitnehmen, passiert eine eigene kleine Reise. Das Video oben zeigt, auf welcher Reise wir mit zwei jungen Japanern waren.

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4 Comments

  • 05/02/2019
    reply
    Pure Landscapes

    Sehr cool und spontan, dieses Lebensgefühl!

    • 10/02/2019
      reply
      marie

      ja, trusting life 😉

  • 12/02/2019
    reply
    Stephanie

    Sieht gemütlich und sicher aus 🙂 Gute Fahrt :-* Bussis

    • 14/02/2019
      reply
      marie

      Danke, Stephi. Das lustige ist, dass er sich so leise wie ein Elektroauto fährt 🙂

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